Nur wenige Autominuten oberhalb von Limeni liegt Areopoli, und wir waren gleich zweimal dort. Graue Steinhäuser, enge Gassen und die typischen Wohntürme der Mani: Der Ort wirkt gleichzeitig wehrhaft und gemütlich. Der Name ist Programm – Areopoli bedeutet „Stadt des Ares“, des Kriegsgottes. Diesen Namen bekam das frühere Tsimova als Erinnerung an die Erhebung von 1821.
Erster Besuch: Noch am Anreisetag fahren wir am Nachmittag hinauf und bleiben bis spät abends. Unser erster Weg führt in eine kleine Konditorei, die ganz schlicht Γλυκοπωλείο heißt – einfach „Süßwarenladen“. Dort gibt es frische Loukoumades, die kleinen frittierten Teigbällchen mit Honig. Später setzen wir uns in eine der Bars und lassen den Abend mit einem Cocktail ausklingen. Wenn es dunkel wird und die Gassen beleuchtet sind, entfaltet Areopoli seinen ganz eigenen Charme.
Zweiter Besuch: Diesmal essen wir im Mavromichaleiko, das sich auf Braten und Magirefta spezialisiert hat. Magirefta sind hier die klassischen griechischen Schmor- und Ofengerichte, die schon am Morgen vorbereitet werden und langsam garen – ganz wie bei der Oma zu Hause. Wer nur Souvlaki und Gyros kennt, entdeckt hier die eigentliche griechische Alltagsküche.
Zum Nachtisch geht es natürlich wieder ins Glykopoleio, diesmal für Galatopita: ein traditioneller Milchkuchen aus Milch, Grieß, Eiern und Zucker, schlicht, cremig und in der Mani besonders beliebt. Danach noch ein Cocktail und ein Fotospaziergang durch die Gassen – inklusive Besuch der geschichtsträchtigen Kirche der Taxiarches am zentralen Platz. Hier sollen die Maniaten 1821 die Fahne der Revolution gesegnet haben, bevor sie in den Kampf zogen. Achtet auf die Reliefs über dem Eingang und den markanten Glockenturm.
Abends ist in Areopoli deutlich mehr los als unten in Limeni, und genau diese Mischung macht die Gegend so angenehm: tagsüber Ruhe am Wasser, abends ein lebendiger Ort ganz in der Nähe.