Von Gythio nach Monemvasia ist es rund eine Stunde. Die Straßen sind gut, an manchen Stellen etwas kurvig, aber völlig unproblematisch. Wir waren am frühen Vormittag da – und das können wir nur empfehlen.
Der Name sagt schon alles: „Moni emvasis“ bedeutet „einziger Zugang“. Die Stadt liegt auf einem gewaltigen Felsen im Meer, nur über einen schmalen Damm mit dem Festland verbunden. Vom Ufer aus sieht man sie gar nicht. Erst wenn man durch das Stadttor geht, öffnet sich plötzlich eine ganze mittelalterliche Welt.
Wir haben zuerst die Kato Poli, die Unterstadt, erkundet: verwinkelte Gassen, Steinhäuser, kleine Läden und Cafés. Danach ging es hinauf in die Ano Poli, die Oberstadt. Der Aufstieg ist etwas schweißtreibend, lohnt sich aber unbedingt. Von überall hat man eine fantastische Aussicht. Oben wartet die byzantinische Kirche der Panagia Odigitria (heute meist Agia Sofia genannt) mit ihrer Kuppel und den Fresken – ein besonderer Ort.
Zwei Empfehlungen aus Monemvasia: das schöne Café Βαθύσφαιρο (Coffee & Cocktails) für eine Pause zwischendurch. Und das Museum von Giannis Ritsos. Der große griechische Dichter wurde in Monemvasia geboren, und das Museum ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Unser Rat: Wer kann, sollte ein bis zwei Nächte in Monemvasia bleiben. Wenn die Tagesgäste weg sind, hat der Ort einen ganz eigenen Zauber. Wer nur einen Tag hat, plant so: vormittags Stadt und Museen, nachmittags in Ruhe essen und ab dem späten Nachmittag die goldene Stunde zum Fotografieren nutzen.
Zurück in Gythio (wieder etwa eine Stunde) haben wir spät zu Mittag gegessen, im Κρίταρμο (Kritarmo). Sehr gute Vorspeisen, eine kleine Fleischplatte mit Pita und als Highlight das Τυροπιτάρι – Tiropita mit Honig und Sesam. Den Tag haben wir im Roof Garden 360 auf dem Dach unseres Hotels beendet: ein Cocktail, der Blick über den Hafen, mehr braucht es nicht.