Viele kennen Kalamata nur vom Flughafen oder vom Olivenglas. Dabei ist die zweitgrößte Stadt des Peloponnes eine lebendige, moderne Stadt mit Studenten, Cafés und einer schönen Altstadt. Von Kitries aus sind es nur rund 25 Minuten, und wir waren fast jeden Tag dort.
Kalamata bietet alles, was man nach ein paar ruhigen Tagen am Meer zu schätzen weiß: Ausgehmöglichkeiten, gute Gastronomie, Geschäfte und eine Menge Cafés. Rund um den großen zentralen Platz und die Fußgängerzone sitzen abends gefühlt halb Kalamata und die Hälfte der Nachbardörfer. Entlang der Navarinou-Straße erstreckt sich ein langer Stadtstrand mit Promenade, Strandbars und Restaurants – ideal für einen Sundowner.
Ein Stück Revolutionsgeschichte: In der Altstadt steht die kleine byzantinische Kirche der Agioi Apostoloi. Hier wurde am 23. März 1821 mit einem Dankgottesdienst die Befreiung Kalamatas gefeiert, einer der ersten Erfolge der Griechischen Revolution. Mit dabei war übrigens auch ein alter Bekannter aus Teil 3: Petrobeis Mavromichalis. Ganz in der Nähe erinnert eine Büste an Papaflessas (Grigorios Dikaios, 1788–1825), den streitbaren Mönch und Freiheitskämpfer, der 1825 im Kampf gegen Ibrahim Pascha fiel. Wer tiefer in die Geschichte der Region eintauchen möchte, besucht das Archäologische Museum Messeniens in der Altstadt.
Streetart: Wer mit offenen Augen durch die Stadt läuft, entdeckt an vielen Ecken großformatige Wandbilder. Einer der bekanntesten Künstler der Stadt ist Skitsofrenis – sein Charlie Chaplin mit dem Zitat „We think too much and feel too little“ auf Englisch und Griechisch hat uns besonders gefallen. Und Kalamata kann noch mehr: 2025 wurde ein riesiges Wandbild von Maria Callas (von dem Künstler KLE) bei den internationalen Street Art Cities Awards zum besten Wandbild der Welt gekürt.
Auch sonst zeigt sich die Stadt modern: Im Park sind wir an einem „Solarbaum“ vorbeigekommen, an dem man unter Solarpaneelen sitzen und sein Handy aufladen kann.